Rund geht’s – Biogenes

Haushaltsbiomüll, Großküchenbioabfälle, Grünflächenüberbleibsel

Mit 935.900 Tonnen biogenem Küchenabfall und 472.300 Tonnen Grünschnitt (wie zum Beispiel Baum- oder Strauchschnitt) werden pro Jahr 1,4 Millionen Tonnen biogener Abfall in Österreich gesammelt. Im ganzen Land haben wir über 400 Kompostier- und 150 Biogasanlagen.
Die Zusammensetzung des gesammelten biogenen Abfalls variiert zwischen Stadt und Land und ist außerdem abhängig von der Jahreszeit. Generell ist im städtischen Bereich der Anteil an organischen Küchenabfällen größer als in ländlichen Gebieten.

Was alles aus biogenem Abfall werden kann, finden Sie auf der Seite von Rund geht’s.
Was (nicht) in die Biotonne darf, finden Sie in unseren Trennempfehlungen.

Richtige Entsorgung von Batterien

Leere Batterien und alte Akkus langweilen sich bei dir daheim in Schubladen! Hol‘ sie da raus und entsorge sie richtig!

Wo? In einer Her-mit-Leer Sammelbox!

Jetzt richtig entsorgen, überall wo du Batterien kaufen kannst und bei den Sammelstellen deiner Gemeinde.

#hermitleer
#fürunsereenkelkinder
#rausausderschublade

Fachexkursion des Mürzverbandes zur MA 48 – Wien

Die Kooperation zwischen der MA 48 – Stadt Wien und dem Mürzverband ist eine umfassende Zusammenarbeit, die neben wechselseitiger Leistungserbringung zweier kommunaler Partner in der Abfallwirtschaft auch Know how – Transfer aus Forschungs- und Entwicklungsarbeit beinhaltet.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit fand im September ein fachlicher Austausch zwischen den Kooperationspartnern statt. Einleitend wurde das Modell der Wiener Abfallwirtschaft präsentiert. Die Umstellung der Leichtverpackungssammlung in Wien auf die Fraktionen Kunststoffflasche, Dose und Getränkeverbundkarton und die damit zusammenhängende positiven Erfahrungen der Stadt Wien in Zusammenhang mit höheren Recyclingquoten wurden den Teilnehmern erläutert. Einzelne Verfahrensschritte der Abfallaufbereitung bis zur Wertstoffrückgewinnung wurden zum besseren Verständnis beider Organisationseinheiten anschaulich gemacht und diskutiert.

Neben der MVA Pfaffenau mit dem Abfall-Logistikzentrum wurden das Kompostwerk Lobau und die Deponie Rautenweg besucht.

Kreislaufwirtschaftspaket – „Projekt Erlaufsee“

Rohstoffe im Kreislauf halten, Ressourcen effizient nutzen, Klima schützen: das sind Ziele des EU-Kreislaufwirtschaftspakets.

Um die EU-Recyclingziele des Kreislaufwirtschaftspaketes zu erfüllen, wurden ab Mitte Juli 2020 im Rahmen des „Projekt Erlaufsee“ in der Stadtgemeinde Mariazell folgende Maßnahmen getroffen:
In der Sommersaison besuchen bis zu 2000 Badegäste pro Tag das Naherholungsgebiet Erlaufsee. Entlang des Badestrandes sowie in der Nähe der Basilika wurden Mitte Juli 2020 – zusätzlich zu den bestehenden Abfallsammelbehältern – 240l Kermitbehälter mit Innensäcken zur Sammlung von Plastikflaschen und Getränkedosen aufgestellt und die Behälter mit entsprechender Info beklebt.

Bis zum Ende der Sommersaison konnten insgesamt 1040 kg Plastikflaschen und Dosen getrennt gesammelt und einer stofflichen Verwertung zugeführt werden. Der anfallende Mischmüll hat sich durch das Projekt halbiert!

Auf Grund der positiven Ergebnisse ist dieses Projekt nun ein fixer Bestandteil der Abfallwirtschaft in Mariazell.

Projekt „DeSort“

Automatische Erkennung und sensorgestützte Sortierung von Kunststoffen in biogenen Materialien und Maßnahmen zur Reduzierung von Fehlwürfen

Kompost aus biogenen Abfällen ist ein wichtiger Nährstofflieferant für Böden in Österreich und Europa. Aufgrund von Fehlwürfen in Bioabfall ist jedoch das Ausgangsmaterial für qualitativ hochwertigen Kompost störstoffbehaftet. Vor allem Kunststoffe im Bioabfall führen zu Herausforderungen für Kompostieranlagenbetreiber, da sie trotz vorheriger Aufbereitung in das fertige Produkt Kompost gelangen. Die Untersuchungen zeigen, dass insgesamt 3,6 t Bioabfall zu 3,9 Gew. % Feuchtmasse aus Kunststofffehlwürfen besteht.

Im Projekt „DeSort“ werden Grundlagen für die automatische Erkennung (Detection) und die sensorgestützte Sortierung (Sorting) von Fremdstoffen in biogenen Materialien erforscht. Technisch wird eine Kunststoffdetektion am Sammelfahrzeug installiert und eine verbesserte Technologie zur Kompostreinigung entworfen. Organisatorisch werden entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung der Kunststofffehlwürfe mit strukturellen, materiellen, ideellen und finanziellen Anreizen kombiniert. Da die Kunststoffteile während des Aufbereitungsprozesses zu Mikroplastik verwittern, ist das Aussortieren der Kunststofffehlwürfe bei der Bioabfallsammlung Voraussetzung für einen sortenreinen Kompost.

Zum Download der Projektvorstellung klicken Sie hier.

 

Altglas richtig sammeln

Altglas ist ein wertvoller Rohstoff. Denn das gesammelte Altglas wird erneut zu 100% in der Industrie verwertet und ist somit der mengenmäßig wichtigste Rohstoff in der Herstellung neuer Glasverpackungen.

Je sauberer die Glasverpackungen sind und je besser sie in Weiß- und Buntglas getrennt sind, desto mehr Altglas kann eingesetzt werden.

Glas ist nicht gleich Glas
Verpackungsglas (Flaschen, Schraubgläser) und Nichtverpackungs-Glas (Trinkgläser, Bleikristallglas, Glaskochgeschirr, Cerankochplatten, Fensterscheiben, Spiegelglas) sind chemisch unterschiedlich zusammengesetzt bzw. haben teils auch unterschiedliche Schmelzpunkte.
Aus diesem Grund wird Verpackungsglas getrennt als Weiß- und Buntglas über die etablierten Glascontainer gesammelt.

Eine Sammlung von Flachglas, wie etwa Fensterscheiben, Drahtglas, Autoscheiben ist nur über die Altstoffsammelzentren möglich. In Österreich gibt es dazu geeignete Betriebs- und Verwertungsstrukturen.

Trinkgläser, Glühbirnen, Glaskochgeschirr, Cerankochplatten, Vasen, Spiegelglas usw. sind nicht für ein Recycling geeignet und müssen als Rest- oder Sperrmüll entsorgt werden.

Damit die Sammlung von Verpackungsglas reibungslos funktioniert, gilt es Folgendes zu beachten:

  • Ungefärbtes Verpackungsglas zum Weißglas, gefärbtes Verpackungsglas zum Buntglas. Bereits geringfügig durchfärbtes Glas zum Buntglas
  • Bitte achten Sie auf Ruhezeiten (20 bis 7 Uhr) und entsorgen Sie Ihr Altglas rücksichtsvoll und leise. Danke!
  • Schraubverschlüsse, Deckel sofern das möglich ist, bitte runter
  • Altglas nicht unnötig zerkleinern
  • Pfandflaschen immer zurück zum Handel bringen! Diese können bis zu 60-mal wiederbefüllt werden

Der Glaskreislauf ist ein unendlicher Kreislauf
Glas kann ohne Qualitätsverlust beliebig oft eingeschmolzen und neu geformt werden.
Dank Glassammlung und Glasrecycling werden Rohstoffe, Energie, Emissionen und Geld gespart. In Österreich hergestellte Glasverpackungen bestehen im Durchschnitt zu zwei Dritteln aus Altglas.
Glasflaschen und andere Verpackungen aus Glas getrennt zu entsorgen lohnt sich!

AGR – Ergebnisse der Verpackungsglassammlung aus den Haushalten im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag
AGR – Presseinformation zur Altglassammlung in der Steiermark

Weitere Informationen finden Sie unter Downloads sowie auf www.agr.at und www.glasrecycling.at.

 

Österreichs Rohstoffe sind kein Müll

Die Ab- und Weitergabe von Elektroaltgeräten an Unbefugte ist illegal und schadet Umwelt und Wirtschaft!

Die Verwertung von Altgeräten ist ein wichtiger Bestandteil der heimischen Wirtschaft. Durch illegale Sammler gehen unsere wertvollsten Rohstoffe verloren.
Jeder Kühlschrank, jede Waschmaschine, jedes Handy enthält wertvolle Rohstoffe wie Kupfer oder Gold. Bitte geben Sie Ihre alten Elektrogeräte daher bei einer der über 2100 kommunalen Sammelstellen des Landes ab und übergeben Sie diese nicht an illegale Sammler.

In vielen Sammelstellen gibt es bereits eigene ReUse-Shops, wo gebrauchte, aber noch funktionstüchtige Elektrogeräte abgegeben bzw. gekauft werden können.

Das österreichische Abfallwirtschaftsgesetz sieht seit 2002 vor, dass Abfälle ausschließlich an befugte Sammler oder Abfallbehandler übergeben werden dürfen. Die Abgabe von Elektroaltgeräten an sogenannte „Kleinmaschinenbrigaden“ ist somit verboten.

BITTE STOPPEN AUCH SIE DEN ILLEGALEN ABFALLHANDEL!

Weitere Informationen finden Sie auf www.elektro-ade.at und www.eak-austria.at

Wohin mit der leeren Batterie?

Batterien sind kleine Energiekraftwerke, die den reibungslosen Betrieb all unserer Elektrogeräte ermöglichen. Je nach Batterietyp können sie neben wichtigen Rohstoffen wie Nickel, Mangan, Kobalt, Kupfer oder Lithium auch Quecksilber und andere Schwermetalle enthalten, die giftige Emissionen verursachen. Aus diesem Grund haben Batterien und Akkus – egal welcher Art und Größe – nichts im Restmüll verloren.

Kostenlose Entsorgung

Batterien, Lithium-Akkus bzw. Elektroaltgeräte mit Akkus können bei den kommunalen Sammelstellen kostenlos abgegeben werden. In Geschäften, die Batterien und Akkus verkaufen, können ausgediente Energiespender ebenfalls kostenlos abgegeben werden.

Wichtig! Akkus und Batterien keinesfalls in den Hausmüll werfen! Wenn problemlos möglich, Batterien & Akkus vor der Abgabe aus dem Elektrogerät entnehmen.

Erklärvideo mit Tipps zur richtigen Entsorgung von Elektrogeräten, Batterien und Akkus:

Weitere Informationen finden Sie auf www.elektro-ade.at

Daseinsvorsorge für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Der AWV Mürzverband entsorgt jährlich 27.000 Tonnen Abfall von ca. 101.000 Menschen im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag.

Am besten ist der Abfall, der gar nicht erst entsteht. Den Abfall, der aber nicht zu vermeiden ist, verwerten wir bestmöglich. Dazu betreiben wir für Sie einen Abfallwirtschaftsstandort in Kindberg-Allerheiligen.

Seit März erleben wir durch die Corona-Pandemie tiefe Einschnitte im privaten und öffentlichen Leben. In dieser bisher nicht gekannten Situation zeigt sich einmal mehr deutlich: Kommunale Unternehmen tragen als Betreiber kritischer Infrastrukturen und Erbringer der verschiedenen Leistungen der Daseinsvorsorge eine besondere Verantwortung. Sie sorgen für Strom, Wasser, Wärme und entsorgen unsere Abwässer und Abfälle -und das rund um die Uhr, jeden Tag im Jahr, in Stadt und Land, sicher und bezahlbar. All das ist Daseinsvorsorge. Gerade in der gegenwärtigen Situation zeigt sich die Stärke und Leistungsfähigkeit unserer Kommunalwirtschaft.

Häufig wird die Daseinsvorsorge als Selbstverständlichkeit wahrgenommen. Aber auch in der Krise können sich die Bürgerinnen und Bürger auf ihre kommunalen Unternehmen verlassen. In dieser besonderen Situation, die bei Vielen aus nachvollziehbaren Gründen für Verunsicherung sorgt, haben gesicherte Ver- und Entsorgungsleistungen einen ganz besonderen Stellenwert. Daseinsvorsorge bedeutet auch ein Stück Normalität und vertrauter Alltag, die gerade in Krisenzeiten essentiell für die gesellschaftliche und individuelle Stabilität sind.

Video: Daseinsvorsorge in der Coronakrise in Österreich

Fremdstoffe im Bioabfall – Erkenntnisse aus dem Projekt DeSort

Automatische Erkennung und sensorgestützte Sortierung von Kunststoffen in biogenen Materialien und Maßnahmen zur Reduzierung von Fehlwürfen

Kompost aus biogenen Abfällen ist ein wichtiger Nährstofflieferant für Böden in Österreich und Europa. Aufgrund von Fehlwürfen in Bioabfall ist jedoch das Ausgangsmaterial für qualitativ hochwertigen Kompost störstoffbehaftet. Vor allem Kunststoffe im Bioabfall führen zu Herausforderungen für Kompostieranlagenbetreiber, da sie trotz vorheriger Aufbereitung in das fertige Produkt Kompost gelangen. Die Untersuchungen zeigen, dass insgesamt 3,6 t Bioabfall zu 3,9 Gew. % Feuchtmasse aus Kunststofffehlwürfen besteht. Im Projekt „DeSort“ werden Grundlagen für die automatische Erkennung (Detection) und die sensorgestützte Sortierung (Sorting) von Fremdstoffen in biogenen Materialien erforscht. Technisch wird eine Kunststoffdetektion am Sammelfahrzeug installiert und eine verbesserte Technologie zur Kompostreinigung entworfen. Organisatorisch werden entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung der Kunststofffehlwürfe mit strukturellen, materiellen, ideellen und finanziellen Anreizen kombiniert. Da die Kunststoffteile während des Aufbereitungsprozesses zu Mikroplastik verwittern, ist das Aussortieren der Kunststofffehlwürfe bei der Bioabfallsammlung Voraussetzung für einen sortenreinen Kompost.

Mehr zum Thema Fehlwürfe im Bioabfall lesen Sie hier:
https://www.meinbezirk.at/bruck-an-der-mur/c-lokales/was-passiert-eigentlich-mit-unserem-biomuell_a4042056