Richtiger Umgang mit Künstlichen Mineralfasern

Künstliche Mineralfasern (KMF), auch Tellwolle, Glaswolle oder Steinwolle genannt, werden im Hausbau als Dämmstoffe (Wärmedämmung, Schalldämmung) eingesetzt. Man verwendet sie in Form von Platten, Matten, Filzen, oder losen Schüttungen an Dächern, Decken, Wänden, Heizungsrohren oder Lüftungsleitungen. KMF setzen aufgrund ihrer asbestähnlichen Eigenschaften lungengängige Fasern frei. Bei KMF, die bis etwa 2002 produziert wurden, stehen diese Fasern im Verdacht krebserregend zu sein.

Daher sind KMF, die bei der Sanierung älterer Gebäude anfallen, unbedingt in transparenten Kunststoffsäcken (staubdicht verschlossen) zu verpacken. Kleinere Mengen KMF können im Altstoffsammelzentrum (ASZ) angeliefert werden. KMF, lose oder vermischt mit anderen Abfällen, werden im ASZ nicht angenommen. Bei größeren Mengen an KMF ist ein befugtes Entsorgungsunternehmen zu beauftragen.

Weitere Informationen finden Sie unter Downloads.

Lithium-Batterien/Akkus sind brandgefährlich!

Hier finden Sie Tipps für den richtigen Umgang mit Lithium-Batterien/Akkus.

Täglich haben wir mit Lithium-Batterien/Akkus zu tun: sie finden sich in fast allen Alltags- und Haushaltsgeräten wie zB Handys, Laptops, Werkzeugen, Fahrrädern etc.
Sie sind sehr leistungsstark, erfordern aber einen sorgfältigen Umgang.

Bei falschem Gebrauch, Beschädigung oder Überhitzung können Lithium-Akkus zu einer Gefahrenquelle werden und Brände oder Explosionen verursachen.
Um dies zu verhindern, finden Sie hier die wichtigsten Tipps für den richtigen Umgang:

Mehr Infos unter:
www.trennts.at
lithium-info.at

Isoliermaterial macht Abriss deutlich teurer

Bericht von Franz Pototschnig | 20. März 2019 | Kleine Zeitung

Isolierplatten und andere Dämmstoffe sind seit 2015 gefährlicher Abfall. Dadurch wird die Entsorgung von Bauschutt immer teurer.

Vor etwa 30 Jahren hat man im großen Stil begonnen, die Außenwände und Zwischendecken von Wohnhäusern zu isolieren. Jetzt werden die ersten Häuser dieser Generation abgerissen – und sie stellen
die Gemeinden, die Müllentsorger und vor allem die Eigentümer vor beachtliche Probleme.

Helmut Prade ist Abfallberater beim Mürzverband, der mit einem Kollegen den gesamten Bezirk Bruck-Mürzzuschlag betreut. Er ist sehr oft mit diesem Thema konfrontiert. Im Herbst des Vorjahres war er immer wieder in den Gemeinden des Mürztals unterwegs, um aufzuklären: „Eine Frage taucht immer wieder auf: Was müssen die Gemeinden im Rahmen der Altstoffsammlung annehmen und was müssen die Bauherren selber entsorgen?“ Klare Grenzen sind dabei sehr schwer zu ziehen. Die Gemeinden müssen für alle Fraktionen von Baurestmassen, wie etwa Altholz, Eternit, Mineralwolle oder Dämmplatten ein Sammelsystem anbieten. Allerdings nur für „Haushaltsmengen“, wobei das in der Praxis schwierig ist, erläutert Prade: „Eins ist klar: Ein Quadratmeter Eternitdach kommt zur Gemeinde, aber für ein ganzes Dach muss sich der Besitzer selbst einen Entsorger suchen.“

Stein- und Glaswolle sind Sondermüll und werden auf eigenen Abschnitten von Deponien gelagert. Wenn man vielleicht eines Tages eine Möglichkeit findet, dieses unangenehme Material zu behandeln und wiederzuverwerten, kann man es wieder aus der Deponie holen. Bei den Dämmplatten ist die Entsorgung komplizierter, allein schon wegen ihrer sehr unterschiedlichen chemischen Eigenschaften.
Prade: „Das herkömmliche Styropor ist zum Beispiel brennbar. Neuere Kunststoffe, etwa die beliebten XPS-Hartschaumplatten, sind mit Brandhemmern versetzt, entsprechend schlecht sind sie
für Verbrennungsanlagen geeignet. Auch der Experte erkennt kaum, was er gerade vor sich hat.“

Noch einen großen Nachteil hat Isoliermaterial: Es benötigt enorm viel Platz, 20 Kilo füllen einen Kubikmeter. Dieses „junge Thema“ fällt mengenmäßig immer stärker ins Gewicht, weil die gut isolierten Häuser immer mehr werden. Auf die Eigentümer sind dadurch teure Zeiten angebrochen, wie Prade erläutert: „Für die ordnungsgemäße Entsorgung eines Einfamilienhauses sind 20.000 Euro schon zu wenig.“ Und das ohne Einrichtung, wohlgemerkt.

Rund geht’s – Die Initiative

Wissen Sie, dass aus Biomüll Kompost gemacht wird? Oder aus Altpapier neue Zeitungen entstehen? Wahrscheinlich schon.
Und wie sieht’s mit folgenden Beispielen aus: aus Altreifen werden Gummimatten, aus Bestandteilen von Elektroaltgeräten wird Schmuck oder aus Autowrackteilen Windradsteher!

Diese und viele Beispiele mehr stehen im Vordergrund von „Rund Geht’s“, einer Initiative der österreichischen Abfallwirtschaft.
Im Rahmen der Kampagne werden die vielfältigen Möglichkeiten und Wege vor den Vorhang geholt, wie aus vermeintlichen Abfällen neue und innovative Produkte entstehen. Denn: Abfall ist ein wertvoller Rohstoff! Gut erkennbar anhand unserer bekannten und weniger bekannten Good-Practice Beispielen sowie interessanten ReUse-Projekten.
PS: Rund Geht’s ist natürlich auch auf Facebook: www.facebook.com/rundgehts

Geschirrwaschmobil für die Obersteiermark

Der Verein Buglkraxn in Leoben betreut ein Geschirrwaschmobil welches Verbands übergreifend zur Verfügung steht.

Neben der Abfallvermeidung bedeutet der Einsatz eines Geschirrwaschmobils eine wesentliche Verbesserung der Infrastruktur für jedes Fest. Für FestbesucherInnen ist durch die Verwendung von Metallbesteck und Porzellangeschirr, gegenüber Papiertellern und Kunststoffbesteck, eine spürbare Qualitätssteigerung gegeben.

Durch die Verwendung von Mehrweggeschirr, ist es möglich bis zu 90% des Abfalls einzusparen. Das Geschirrwaschmobil verfügt über eine Grundausstattung von Mehrweggeschirr.
• 200 Teller flach, 24,5cm
• 200 Teller flach, 19,5cm
• 200 Menügabeln
• 200 Menümesser

Mit dieser Grundausstattung ist es möglich auch große Veranstaltung mit mehr als 500 Besuchern zu versorgen. Herumliegende Pappteller, Plastikbecher und -besteck gehören der Vergangenheit an!
Das Geschirrwaschmobil wurde 2017 generalsaniert und verfügt über die neueste Waschtechnologie.
Durch die Förderung des Landes Steiermark und die Mitfinanzierung von 5 Abfallwirtschaftsverbänden (AWV Leoben, AWV Mürzverband, AWV Knittelfeld, AWV Judenburg, AWV Schladming) kann das Geschirrwaschmobil auch überregional zum Einsatz kommen. Verwaltet und betreut wird das Geschirrwaschmobil durch den Verein BUGLKRAXN in Leoben.

SOZIAL ÖKONOMISCHER BETRIEB BUGLKRAXN – Verein für Arbeitsintegration
Donawitzer Straße 35, 8700 Leoben
Tel: (03842) 42 8 66, Fax-DW: 19
Homepage: www.buglkraxn.at
Mail: waltraud.mayer@buglkraxn.at

Link zu den technischen Anforderungen und den Preisen