Spatenstich Ressourcenpark Hönigsberg

Baustart für den Ressourcenpark in Hönigsberg!

Am 04. August 2023 erfolgt der Spatenstich zum neuen Ressourcenpark in Hönigsberg. Durch die moderne und effiziente Abfallsammlung wird eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft forciert.

Abfälle sind Rohstoffe

Die Anlage wird für die Übernahme, Zwischenlagerung und Transportoptimierung von Abfällen und Wertstoffen des Einzugsgebietes Spital a. S., Mürzzuschlag und Langenwang errichtet. Viele Stoffe, die bisher aus Platzgründen zusammengeworfen wurden, können nun getrennt erfasst und einem stofflichen Recycling übergeben werden, wie z.B. leere PET-Getränkeflaschen, die nach Farbe (farblos, blau, grün) sortiert werden. Die hohe Anzahl von bis zu 80 getrennt gesammelten Fraktionen im Ressourcenpark Hönigsberg ermöglichen zukünftig eine wirkungsvolle Zuführung vieler Abfälle in das Recycling und die stoffliche Verwertung. Durch die Bündelung der Mengen in großen Altstoffsammelzentren mit höherer Besucherfrequenz und erhöhtem Sammelaufkommen sowie der sortenreinen Trennung der Abfälle, werden eine bessere Vermarktung und höhere Erlöse am Rohstoffmarkt erzielt.

Zentrale Lage und technisch auf dem neuesten Stand

Der neue Ressourcenpark wird in Hönigsberg, neben dem Sportfachgeschäft Hervis auf einem 8.163 m² großen Grundstück errichtet und liegt zentral im Einzugsbereich der Gemeinden Spital am Semmering, Mürzzuschlag und Langenwang. Das Grundstück bietet als ehemalige Deponiefläche eine optimale Nachnutzungsmöglichkeit für die Altstoffbewirtschaftung.

Neben den attraktiven Öffnungszeiten und den kundenfreundlichen Nutzungsbedingungen, wird ein energieeffizientes Gebäudekonzept umgesetzt. Auf den Dächern sind PV-Anlagen mit 12 kWp bzw. 60 kWp Leistung vorgesehen. Die Heizung erfolgt über eine elektrisch betriebene Wärmepumpe, temperiert wird das Gebäude über die thermische Betonkernaktivierung der Bodenplatte, die als Wärmespeicher fungiert. Das Verkehrskonzept wurde gemeinsam mit den benachbarten Filialen von Hervis und Hofer über dieselbe Zufahrtsstraße erstellt.

Besonderer Wert wird auf die Wahl der Baustoffe gelegt. Auf Composit-Baustoffe, die schwer oder überhaupt nicht recyclingfähig sind, wird bewusst verzichtet. Stattdessen kommen Holz, Beton und Stahl zum Einsatz.

Bei der Planung durch das Architekturbüro exp architekten wurde nicht nur ein besonderes Augenmerk auf die attraktive Gestaltung des Erscheinungsbildes, sondern auch auf eine übersichtliche Gliederung des Ressourcenparks gelegt, die die richtige Zuordnung der angelieferten Wertstoffe ermöglicht.

Der auf dem technisch neuesten Stand der Altstoffsammlung entwickelte Ressourcenpark umfasst im Wesentlichen

  • eine Annahme- bzw. Recyclinghalle mit hellem, kundenfreundlichem Flair für Wertstoffe wie Batterien, Elektrokleingeräte, Altspeiseöl, verschiedene Kunststoffarten, Folien, Nichteisenmetalle, usw.
  • einen Problemstoffraum für die Übernahme und Zwischenlagerung von gefährlichen Abfällen wie Lithiumbatterien, Medikamente, Bremsflüssigkeit usw.
  • Überdachte Rampen bzw. Containerstellplätze für die Abgabe von sperrigen Altstoffen wie Altholz, Sperrmüll, Elektrogeräte, Flachglas, Altreifen, Mineralfasern etc.
  • einen Bereich für Grün- und Strauchschnitt
  • einen Re-Use-Shop für die Weitergabe von gebrauchten, aber gut erhaltenen Gegenständen
  • ein Büro mit MitarbeiterInnen-Bereich
  • eine Umschlaghalle für die Abfallkonditionierung und Zwischenlagerung
  • einen Außenlagerbereich mit Rangier- und Verkehrsflächen für die Zwischenlagerung und den anschließenden Transport von kommissionierten Alt- und Problemstoffen.

Gut ausgebildetes Personal sorgt für einen reibungslosen Ablauf und steht innerhalb der Öffnungszeiten für Fragen bei der richtigen Zuordnung zur Verfügung.

Der Ressourcenpark Hönigsberg wird als Eigenbetrieb des Abfallwirtschaftsverband Mürzverband geführt und durch die drei nutzenden Gemeinden Spital am Semmering, Mürzzuschlag und Langenwang finanziert.

Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht

Viele Gebrauchsgüter sind zu schade zum Wegwerfen. Deshalb werden gebrauchte, aber noch gut funktionierende Gegenstände wie Haushaltsartikel, Kinderspielzeug, Sportartikel, Kleinmöbel usw. im Re-Use-Shop wieder an interessierte KundInnen weitergegeben.

Reparieren, Wieder- und Weiterverwenden schützt unsere Ressourcen, hilft Abfälle zu vermeiden und trägt wesentlich zum Klimaschutz bei.

Zum Ressourcenpark

Standort: Hönigsberg, neben dem Sportfachgeschäft Hervis
Fläche: 8.136 m² (7.300 m² nutzbare Fläche und 836 m² Zubehörsfläche (Böschung)
Veranschlagte Investitionskosten: rd. € 3.653.153.-
Planung: exp architekten ZT-GmbH
Ausführung: WRS Energie- u. Baumanagement GmbH
Baustart: August 2023, geplante Inbetriebnahme: Juli 2024
Bis zu 80 Altstofffraktionen werden sortenrein gesammelt und der Verwertung zugeführt.

Presseinfo
Technischer Bericht
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Anlagenplan

Das perfekte Verbrechen am stillen Tat-Örtchen

Das perfekte Verbrechen am stillen Tat-Örtchen – warum Abfälle nicht in die Toilette gehören:

Plumps, Platsch und Putz-ab von Rolle haben die Übeltäter auf WC-frischer Tat ertappt und sagen ihnen den Kampf an!

Das Video:

tatort-toilette.de ist eine Initiative des Geschäftsbereichs Stadtentwässerung der Technischen Betriebe Remscheid.

ROHRSORGEN? VORSORGEN!

Rechtzeitig um unsere Trinkwasser- und Abwasserleitungen kümmern

Sauberes Trinkwasser aus der Leitung und eine funktionierende Abwasserentsorgung sind für uns selbstverständlich – rund 9 von 10 Haushalten in Österreich sind an das heimische Trinkwasser- und Abwassersystem angeschlossen. Vor einer Generation war das noch keineswegs so. In den letzten 60 Jahren wurden 65 Milliarden Euro in die Infrastruktur unserer Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung investiert und diese somit ausgebaut und erweitert. Um diese kostbare Infrastruktur zu erhalten, muss sie laufend geprüft und erneuert werden. Jährlich sollten etwa zwei Prozent aller Leitungen bzw. Versorgungsanlagen saniert werden. Geschieht dies nicht oder zu spät, machen sich unsere Rohre auf unangenehme Weise bemerkbar und verursachen durch Rohrbrüche oder Verstopfungen große Schäden, die teuer kommen.

Wusstest du/Wussten Sie , dass…

  • … die durchschnittliche Lebensdauer eines Rohres rund 50 Jahre beträgt?
  • …Roboter durch den Kanal fahren und so die Leitungen überprüfen?
  • …Lecks in Trinkwasserleitungen durch Abhören entdeckt werden können?
  • …beim Sanieren nicht immer alles aufgegraben werden muss, sondern auch ein Schlauch eingezogen werden kann, um die alte Leitung abzudichten?

Sichern wir gemeinsam unsere Netze und sorgen für die Zukunft vor!

Der Erhalt unserer Trinkwasser- und Abwassernetze liegt dabei nicht nur in der Verantwortung der Betreiber und öffentlichen Hand, am Privatgrund tragen Eigentümerinnen und Eigentümer in der Regel die Verantwortung für funktionsfähige Anschlüsse und Leitungen selbst. Schätzungen zu Folge sind die Hausanschlussleitungen ebenso lang wie die öffentlichen Leitungen. Zudem leistet jede und jeder von uns einen wichtigen Beitrag für ein funktionsfähiges Leitungsnetz und einen schonenden Umgang mit der lebensnotwendigen Ressource Wasser durch Anschluss- und Benutzungsgebühren und einen verantwortungsvollen und vorausschauenden Umgang.

Mehr Informationen gibt‘s auf www.wasseraktiv.at/vorsorgen   

Arbeitsplatz Leitungsnetz

Die Trinkwasser- und Abwasserwirtschaft ist ein vielfältiges und wichtiges Berufs- und Tätigkeitsfeld und wird auch in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Sie wollen mehr darüber erfahren? Lerne /Lernen Sie die Personen kennen, die dafür sorgen, dass in der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung alles läuft: www.wasseraktiv.at/unser-service/vorsorgen/arbeitsplatz-leitungsnetz/

Über die Initiative

Die Initiative „VORSORGEN“ will das Bewusstsein für den Wert unseres Leitungsnetzes erhöhen und stellt Informationen rund ums Prüfen, Erneuern und Erhalten unserer Trinkwasser- und Abwasserinfrastruktur für Interessierte, Gemeinden, Städte und Regionen zur Verfügung.

 

Broschüre zum Download: https://www.wasseraktiv.at/vorsorgen_folder_2022_barrierefrei/
Vorsorge-Check für Kommunen: https://www.wasseraktiv.at/unser-service/vorsorgen/vorsorge-check/

 

„VORSORGEN“ wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft gemeinsam mit allen Bundesländern, ÖWAV, ÖVGW, Städtebund und Gemeindebund umgesetzt. Auch wir sind Teil der Initiative und wollen Informationen rund um den Erhalt unserer Trinkwasser- und Abwassersysteme weiter verbreiten.

 

Plastic Pirates

DAS PROJEKT

Diese Aufgabe geht Europa zusammen an – eine Aufgabe mit weltweiter Bedeutung. Fast zwei Drittel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Meere und Ozean haben einen enormen Einfluss auf die Stabilität unseres Klimas. Gewässer rund um den Globus sind wegen ihrer Vielfalt ein einmaliger Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten.

 

EUROPAS FLÜSSE: LEBENSADERN FÜR EINEN GANZEN KONTINENT

Durch zunächst vielleicht kleine Flüsse im Binnenland, die sich mit anderen Flüssen verbinden, wird irgendwann das Meer erreicht. Ein Beispiel: Die Donau, Europas längster Fluss, durchfließt insgesamt zehn verschiedene Länder, bevor sie nach etwa 2.850 Kilometern ins Schwarze Meer mündet. Leider werden durch Flüsse wie die Donau nicht nur Schiffe, Fische und Pflanzenreste Richtung Meer bewegt. Auch unterschiedlichste Arten von Plastikmüll – für das menschliche Auge kaum sichtbare Partikel genauso wie Joghurtbecher oder ganze Plastiktüten – suchen sich mit der Zeit ihren Weg in Richtung Meer.

 

DIE AUFGABE

Diesen Müll schon an den Ufern von Flüssen und in Gewässernähe zu „kapern“ ist seit dem Jahr 2020 die europaweite Aufgabe der Plastic Pirates. Durch die Erfassung von Plastikmüll und den Upload von Daten zum untersuchten Müllvorkommen helfen Schulklassen oder außerschulischen Jugendgruppe, die gewässernahe Umweltverschmutzung zu erforschen. Die gleichen Versuchsanordnungen und Arbeitsschritte für alle teilnehmenden Teams sorgen für eine europaweite Vergleichbarkeit der erhobenen Daten, die nach und nach online auf einer Karte sichtbar werden.

Die gemeinsame Aktion soll einerseits das europaweite Bewusstsein für die Bedeutung von Flüssen als gemeinsame Lebensadern und für den Schutz natürlicher Ressourcen stärken. Andererseits soll die Bedeutung internationaler Forschungszusammenarbeit gemeinsam erlebbar werden!

Details und Ergebnisse der Aktion

Der Mürzverband als Forschungspartner im CD-Labor

Das „CD-Labor für reststoffbasierte Geopolymer Baustoffe in der CO2-neutralen Kreislaufwirtschaft“ verschreibt sich der Materialentwicklung auf Basis anorganischer industrieller Abfall- und Reststoffe.

Nachhaltig erzeugte Betonmixturen aus mineralischen Rest- und Abfallstoffen könnten künftig zementbasierten Beton, insbesondere in korrosionsanfälligen Anwendungsumgebungen wie Abwassersystemen, Bioabfallanlagen oder Tunneldrainagen, ersetzen – für Cyrill Grengg vom Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU Graz ist das nicht nur ein erreichbares Ziel, sondern auch ökonomisch und ökologisch sinnvoll.

Er leitet das heute offiziell eröffnete „Christian Doppler Labor für reststoffbasierte Geopolymer Baustoffe in der CO2-neutralen Kreislaufwirtschaft“.

Von den Deponien in die Kreislaufwirtschaft

Die Herstellung von Baumaterialien ist für etwa neun Prozent aller weltweit erzeugten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Und der derzeitige Umgang mit Rest- und Abfallstoffen, etwa aus Bauvorhaben, weist noch großes Potential in Bezug auf die Kreislauffähigkeit auf: Jährlich fallen 54 Millionen Tonnen mineralische Abfälle an, das sind 76 Prozent des gesamten Abfallvolumens.  Davon werden fast 60 Prozent deponiert, wodurch wertvolle Ressourcen und große Flächen durch Deponien verloren gehen. „Die im CD Labor verwendeten Rest- und Abfallprodukte werden heute Großteils deponiert, nur ein kleiner Teil wird recycelt. Wir wollen diese Stoffe weg von den Deponien holen und in eine CO2-neutrale Kreislaufwirtschaft einbinden“, so Cyrill Grengg.

Mehr Infos

© Lunghammer – TU GRAZ

Plastic free Compost-Kampagne Mürzzuschlag

Unwissenheit oder Ignoranz sind die Hauptfaktoren für Fehlwürfe bei der Biomüllentsorgung. Die Folgen werden unterschätzt. Mürzzuschlag setzt mit der „Plastic free Compost“-Kampagne auf Aufklärung.

Zum Video:

Vom Altholz zur neuen Rohspanplatte

5.000 Tonnen Altholz werden im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag im Jahr in den Altstoffsammelzentren gesammelt. MeinBezirk.at hat sich angeschaut, worauf bei der Trennung geachtet werden muss und was damit dann eigentlich passiert.

Aus Alt mach Neu: diese Worte stehen nicht nur als Leitgedanke in der Abfallwirtschaft ganz oben. Für die Umwelt und der damit einhergehenden geänderten Recycling-Quoten wird die stoffliche Wiederverwertung, eben auch von Abfall, immer wichtiger. Am Beispiel von Altholz, das in unseren Altstoffsammelzentren gesammelt wird, hat sich MeinBezirk.at angeschaut, wie es hier mit dem Recycling ausschaut und was damit dann eigentlich passiert. Denn: seit Jahren wird immer mehr entsorgt, die Mengen an Altholz werden immer mehr. 

5.000 Tonnen Altholz

Im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag werden im Jahr rund 5.000 Tonnen Altholz in den 17 Altstoffsammelzentren unseres Bezirks gesammelt. „Und die Mengen werden imm mehr. Wichtig wäre es, schon zu Hause das Altholz vorzusortieren“, betonen die beiden Umwelt- und Abfallberater Helmut Prade und Richard Lanzinger vom Abfallwirtschaftsverband Mürzverband. In den Altstoffsammelzentren wird es dann weiter sortiert. So wird grundsätzlich bei der Sortierung zwischen zwei Alholzfraktionen unterschieden: dem „Altholz stofflich“, und dem „Altholz thermisch“.

Altholzfraktionen

„Altholz stofflich“ kann dem Recycling zugeführt werden, während hingegen „Altholz thermisch“ verbrannt werden muss. Zum „Altholz stofflich“ zählen unter anderem unbehandeltes Holz, saubere Paletten, Schalungsplatten, Spanplatten, Holzmöbel, OSB-Platten, Leimholz, Parkettböden oder Holzverpackungen. Das „Altholz thermisch“ umfasst etwa Fenster und Fensterstöcke, Türen und Türstöcke, imprägnierte uns sonstige behandelte Holzabfälle aus dem Außenbereich, MDF-Platten, Holzfaserdämmplatten, Laminatböden, verunreinigte Paletten, Muliplex- und Siebdruckplatten, Altholz mit Bitumenanstrich bzw. Dachpappe, Holzverpackungen wie Obstkisten, verklebte Parkettböden und Kabeltrommeln.

Was passiert mit dem Altholz

Das gesamte Altholz aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag landet schlußendlich von den Altstoffsammelzentren auf der Abfallbehandlungsanlage in Kindberg-Allerheiligen. Das „Altholz stofflich“ wird dann mittels Lkw nach Neudörfl ins Burgenland zur Firma Fundermax transportiert. „Von den 350.000 Tonnen an Spanplatten die hier im Jahr produziert werden, kommt bereits die Hälfte des Materials dafür aus Altholz“, erklärt Andreas Zöscher, Geschäftsführer vom Abfallwirtschaftsverband Mürzverband, der erst kürzlich vor Ort war. Hergestellt werden dann neue Rohspanplatten, die in ganz Europa verkauft werden.

Auch das „Altholz thermisch“ kommt zur Firma Fundermax. „In einem geeigneten Kessel wird dieses Material dann verbrannt. Der Prozessdampf wird zum einen für die Erzeugung von Strom für den Standort und die Produktion der Rohspanplatten verwendet, zum anderen wird der Prozessdampf auch für die Trocknung der Platten verwendet“, erklärt Zöscher. 

Die Holzwerkstoffindustrie in Österreich recycelt jährlich 700.000 bis 800.000 Tonnen Altholz und führt es im Sinne einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft wieder einem neuen Produktlebenszyklus zu – Tendenz steigend.

Hier gehts zum Leitfaden für die Altholzsortierung!

Mürztal trennt schlau: Umweltschutzprojekt startet in sechs obersteirischen Gemeinden

 

Bessere Mülltrennung dank künstlicher Intelligenz und digitaler Helfer: Ein Wertstoffscanner wertet in Zukunft die Qualität der Mülltrennung im Mürztal aus. Interessierte Bürger/innen erhalten direktes Feedback per SMS oder E-Mail zu ihrem persönlichen Mülltrennergebnis. Ziel des Projektes ist es, die Mülltrennung und das Recycling zu stärken sowie einen positiven Beitrag für die Region zu schaffen. Denn gelebte Kreislaufwirtschaft ist in Zeiten von Klimakrise, Pandemie und Krieg in der Ukraine ein besonders wichtiger Faktor.

Richtig Müll trennen. Die obersteirischen Gemeinden Kindberg, Krieglach, Langenwang, Sankt Barbara im Mürztal, Spital am Semmering und Stanz engagieren sich gemeinsam mit dem steirischen Umweltbetrieb Saubermacher in einem neuen Pilotprojekt für Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz. Im Fokus steht die Qualität der Restmüll-Trennung, denn nach wie vor landen steiermarkweit bis zu 70 Prozent Fehlwürfe in der schwarzen Tonne. Das sind zur einen Hälfte biogene Abfälle, zur anderen Hälfte Wertstoffe wie Altpapier, Glas, Metall und Kunststoffverpackungen. Einmal im Restmüll entsorgt, sind sie für das Recycling und als wertvolle Rohstoffe für immer verloren. Mit dem Projekt wollen die Gemeinden im Mürztal das Bewusstsein für richtige Mülltrennung stärken, Fehlwürfe verringern und so einen wichtigen Beitrag für Energie- und Rohstoffunabhängigkeit sowie Klimaschutz leisten. Die Initiative läuft bis April 2024. Ziel ist es, den Anteil an Fehlwürfen im Restmüll wesentlich zu reduzieren.

Testgebiet stark ausgeweitet. In ersten erfolgreichen Piloteinsätzen des Wertstoffscanners in einzelnen Gemeinden in der Steiermark, Niederösterreich und Kärnten konnte durch das Projekt das Mülltrennbewusstsein maßgeblich gesteigert werden. Im Mürztal wird nun erstmals mit über 10.000 Haushalten ein Groß-Testlauf gestartet. Ob der hohen Teilnehmer/innenanzahl eine echte Herausforderung für Saubermacher, und auch für die Gemeinden, die möglichst viele Bürger/innen zum Mitmachen bewegen wollen.

Persönliches Trennergebnis aufs Handy. Bereits im letzten Jahr wurde mit den ersten Vorbereitungen begonnen: Die Restmüllbehälter der Bewohner:innen wurden mit dem RFID-Chip „FRITZ“ (Fortschrittlich, Recyclingfördernd, Innovativ, Technologisch, Zukunftsorientiert) ausgestattet. Mit dem Chip ist es möglich, eine Mülltonne direkt einem Haushalt zuzuordnen und ein persönliches Mülltrennergebnis auf das Smartphone zu übermitteln, wenn der/die Bürger/in das wünscht. Seit Anfang April 2022 ist der Wertstoffscanner, ein im Heck des Müllwagens verbautes Kamerasystem, in den Gemeinden unterwegs und scannt die Abfallmaterialien nach der Entleerung der Tonne. Ein neuronales Netzwerk erkennt, ob im Restmüll Fehlwürfe wie z. B. Kunststoffverpackungen, Altpapier oder Biomüll, enthalten sind.

Über persönliche Rückmeldungen per SMS oder E-Mail wird der individuelle Trennerfolg je Haushalt an Bürger/innen kommuniziert. Dabei steht eine positive und motivierende Rückmeldung im Vordergrund. Je nach Quote der Fehlwürfe erhalten die Bürger/innen Vorschläge zur Verbesserung ihrer Mülltrennqualität.

Mittels Künstlicher Intelligenz verbessert sich das neuronale Netzwerk ständig selbst und lernt dazu. Der Scanner erkennt nur das Material im Restmüll, jedoch keine Details. Der Datenschutz ist sichergestellt. Ob es sich um eine Plastikverpackung einer bestimmten Handelsmarke, ein Schriftstück oder der Glasflasche einer speziellen Weinsorte handelt, kann der Scanner nicht identifizieren.

Gemeinsam für die Umwelt. Um möglichst viele Bürger/innen für das Projekt zu begeistern, werden die teilnehmenden Gemeinden in regelmäßigen Abständen in ihren Kanälen wie Gemeindezeitung, Daheim App, Website, Aussendungen etc. über den Fortschritt bei der Mülltrennung informieren. Auch Schwerpunktaktionen zur Bewusstseinsbildung in Schulen und Kindergärten sind geplant – der Abfallwirtschaftsverband Mürzverband unterstützt intensiv vor Ort. Das Projekt wird von der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft gefördert.

Mehr Details: https://saubermacher.at/presse/umweltschutzprojekt-muerztal-trennt-schlau/

Fotos: Saubermacher

Presseinformation:

Mag. Bernadette Triebl-Wurzenberger

+43 664 80598 1013

Mürzverband ist Partner in Forschungsprojekt: Speicher-Kaskade MZ

Der erhöhte Bedarf an Strom und der vermehrte Einsatz neuer Technologien zur Stromgewinnung wie Photovoltaik und Windkraft, fordern eine gewisse Flexibilät für das Stromnetz. Dieses stabil zu halten ist somit eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Um dieser Herausforderung zu begegnen benötigt es nicht nur einen weiteren Netzausbau, sondern auch Speichersysteme und vor allem Messdaten, um eine zielgerichtet Steuerung des Netzes zu gewährleisten.

Mit dem österreichweit einzigartigen Forschungsprojekt Speicher-Kaskade MZ wird an einer Lösung gearbeitet. Es werden Batteriespeichersysteme auf unterschiedlichen Netzebenen der Stadt(werke) Mürzzuschlag implementiert, um durch die Messdaten ein integriertes Netzmonitoring zu ermöglichen. Dadurch werden umfassende Flexibilitäten geschaffen. Diese ermöglichen den weiteren Ausbau an Erneuerbaren Energieträgern und gewährleisten eine Notstromversorgung.

Das Forschungsprojekt wird von 4ward Energy Research GmbH, Stadtwerke Mürzzuschlag, Bluesky Energy GmbH sowie dem Wasserverband Mürzverband  und den Modellplanern von Venios GmbH mit finanzieller Unterstützung des Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) vorangetrieben.

„Wir sind auf einer Seite Energieproduzent, auf der anderen Seite haben wir auch Energiehunger und müssen fremd beziehen. Wir könnten diesen Teil mit Photovoltaik selbst erzeugen, nur können wir den Strom nicht dann verbrauchen, wenn wir ihn benötigen. Dazu braucht es Speicher. Außerdem haben wir die Verantwortung die die hygienischen Zustände für unsere Bürger sicherzustellen. Im Falle eines großflächigen Stromausfällen könnten wir diesen ohne Speicher nicht gewährleisten“, erklärt Geschäftsführer Andreas Zöscher.

Foto: Bernhard Hofbauer

 

Presseartikel
der regionalen Pressekonferenz vom 9. Mai 2022:

meinbezirk: Mürzer Stadtwerke leisten Pionierarbeit in der Stromversorgung

Kleine Zeitung: Mürzzuschlag will sein Stromnetz besser nutzen