Denk KLObal-Newsletter der Gemeinschaft steirischer Abwasserentsorger Juli 2025

 

Mit großer Freude präsentieren wir Ihnen den dritten Newsletter der Gemeinschaft steirischer Abwasserentsorger (GSA).

Unser Newsletter soll nicht nur informieren, sondern auch den Austausch und die Kommunikation fördern. Ihre Rückmeldungen, Anregungen und Fragen sind uns daher äußerst wichtig. Bitte zögern Sie nicht, uns unter office@denkklobal.at zu kontaktieren – wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen

BM Ing. Sabine Haßler, Obfrau der Gemeinschaft steirischer Abwasserentsorger

Schützen Sie sich gegen Rückstau aus dem öffentlichen Kanal!

 

Durch den Klimawandel nehmen Starkregenereignisse zu und führen vermehrt zur Überlastung des Kanalsystems.

Rückstau entsteht, wenn entweder mehr Wasser in den Kanal eingeleitet wird als abfließen kann (Starkregen, Fehleinleitung von Regen- oder Drainagewasser in den Schmutzwasserkanal), oder ein Abflusshindernis im Kanal auftritt (Verstopfung, Gebrechen). Das Abwasser sucht sich dann andere Wege – ohne Rückstausicherung kann das ihr Keller sein.

Sind Gebäude nicht gegen Rückstau aus dem Kanal gesichert, kann Abwasser über WCs, Waschbecken, Bodenabläufe etc. in den Keller eindringen und große Schäden an Haustechnik, Einrichtung etc. verursachen.

Maßnahmen gegen Rückstau aus dem Kanal:

Alle Räume mit Ablaufstellen unter der Rückstauebene – meist im Keller – müssen gegen eindringendes Abwasser aus dem Kanal geschützt werden. Hauseigentümer:innen sind dafür selbst verantwortlich.

  • Abwasserhebeanlage: Für regelmäßig genutzte Anlagen wie WC, Dusche oder Waschmaschine ist eine Abwasserhebeanlage (Pumpe) die beste Lösung. Sie hebt das Abwasser sicher über die Rückstauebene hinaus.
  • Rückstauklappen: Bei Einfamilienhäusern können für selten benutzte Ablaufstellen auch Rückstauklappen installiert werden. Bei WCs sind Rückstauklappen nur dann zulässig, wenn es ein zweites WC oberhalb der Rückstauebene gibt, denn bei Rückstau ist die Rückstauklappe geschlossen und das daran angeschlossene WC nicht benutzbar.

Rückstausicherungen, egal welcher Art, sind jedoch nur dann wirksam, wenn sie regelmäßig gewartet und richtig bedient werden. Lassen Sie sich zur passenden Lösung unbedingt von Installateur:innen, Baumeister:innen oder Ziviltechniker:innen beraten. Nur so ist Ihr Haus im Ernstfall gut geschützt.

Nähere Infos unter www.denkklobal.at oder in folgender Infobroschüre: Broschüre-Denkklobal

Unsere Zukunft – Ressourcenpark Hönigsberg

Seit einigen Monaten wird der Ressourcenpark Hönigsberg der Gemeinden Spital/Semmering, Mürzzuschlag und Langenwang betrieben. Andreas Zöscher, Helmut Prade und Fritz Reisinger berichten kompakt über Sinn und Zweck des neuen Ressourcenpark. Mit dieser innovativen Anlage will man neue Maßstäbe in der nachhaltigen Ressourcenbewirtschaftung setzen.

Danke an HiWay-TV für die Erstellung des Beitrags!

Link zum Beitrag:

Unsere Zukunft – Ressourcenpark Hönigsberg

Broschüre „Pool – Nasses Vergnügen mit Verantwortung“

Die ersten Sonnenstrahlen steigern die Lust auf den Badespaß im eigenen Pool. Mit der Anzahl der privaten Schwimmbäder steigen jedoch die benötigten Trinkwassermengen aus der öffentlichen Wasserversorgung. Auch die richtige Dosierung von Schwimmbadchemikalien und die Entsorgung von Schwimmbadabwässern verlangen Wissen und einen sorgsamen Umgang.

Hier finden sich praktische Tipps und Hinweise für Gemeinden und Betreiber von privaten Schwimmbädern, damit Grundwasser, Oberflächengewässer und nicht zuletzt die eigene Gesundheit durch den Badespaß nicht beeinträchtigt werden:

Broschüre „Pool – Nasses Vergnügen mit Verantwortung“
Informationsblatt Schwimmbadabwässer
ÖWAV-Merkblatt Schwimmbadabwässer

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Abteilung 14 – Wasserwirtschaft, Ressourcen und Nachhaltigkeit unter der Adresse www.wasserwirtschaft.steiermark.at/pool.

Herausgeber der Info-Broschüre:
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Abteilung 14 – Wasserwirtschaft, Ressourcen und Nachhaltigkeit
Abteilung 15 – Referat für Gewässeraufsicht und Gewässerschutz

Wärme aus Abwasser

Die Kläranlage Kapfenberg wirkt zukünftig als lokale Energiezelle.

Auf der Suche nach erneuerbaren, lokalen und klimafreundlichen Energiequellen gelangt nun auch das Abwasser vermehrt in den Fokus, da es unter anderem große Mengen an Wärme enthält.
Die Rückgewinnung und Verwertung dieser Wärme wird dabei durch im Abwasserstrom installierte Wärmetauscher und nachgeschaltete Wärmepumpen ermöglicht.

Auf der Kläranlage Kapfenberg wird derzeit in einem vom Land Steiermark geförderten Forschungsprojekt untersucht, wie die auf der Kläranlage verfügbare Wärme in die lokale Energieversorgung (Fernwärmenetz) eingebunden werden kann.

Hierfür arbeiten die Baudirektion der Stadtgemeinde Kapfenberg, die Stadtwerke Kapfenberg, der Wasserverband Mürzverband, die Universität für Bodenkultur Wien sowie die außeruniversitäre Forschungseinrichtung AEE INTEC aus Gleisdorf zusammen. Neben der Versorgung von umliegenden Wohn- und Gewerbegebäuden soll dabei auch die Beheizung von kleinen Gewächshäusern („urban gardening“ oder „roof gardening“) angedacht werden.

Artikel im aktuellen Amtsblatt der Stadtgemeinde Kapfenberg (Ausgabe September 2019)

 

 

Studie „Analyse und Verbleib von Feuchttücher-Abfall in der Kanalisation“

Erfahren Sie in der aktuellen Studie der Montanuniversität Leoben mehr über Feuchttücher, die über Toiletten in die Kanalisation gelangen und in weiterer Folge Probleme verursachen – beispielsweise in Pumpstationen vor Kläranlagen.

Die bearbeiteten Fragen lauten:

  • Kann ein eindeutiger Beweis zur Problematik von Feuchttüchern in
    Abwasseranlagen erbracht werden?
  • Kann die problematische Konsistenz von Feuchttüchern beschrieben werden?
  • Welche gesicherten Daten zur Problematik können im Rahmen dieser Studie
    erarbeitet werden?
  • Auf welche Höhe werden die End-of-Life-Kosten für den Bereich Abwasserableitung
    bis inklusive Rechenanlage geschätzt?
  • Welche Maßnahmen können zur Problembehebung empfohlen werden?

Studie der Montanuniversität Leoben zum Download

Am 22.10.2018 wurde dazu in der ORF Sendung „konkret“ ein Beitrag mit Interviews des Lehrstuhlleiters für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft an der Montanuniversität Leoben, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Roland Pomberger und Mag. Dr. Martin Wellacher sowie DI Franz Hammer ausgestrahlt. Sehr interessant war auch das anschließende Studiogespräch mit Herwig Schuster von Greenpeace über die gesundheitlichen und weiteren ökologischen Auswirkungen von den meisten Feuchttüchern bzw. auch den einfachen, besseren und gesünderen Alternativen.

Bachelorarbeit – Papier oder Bioplastik?

Gegenüberstellung zweier Vorsammelhilfen für biogene Abfälle

In seiner Bachelorarbeit hat sich Herr Paul Peter Josef Demschar, Student an der Montanuniversität Leoben, mit der Gegenüberstellung von Vorsammelhilfen für biogene Abfälle befasst.

In den letzten Jahren haben sich mit der Einführung von Biomüllsäcken sowohl aus Papier als auch aus biologisch abbaubaren Kunststoffen durch verschiedenste Abfallwirtschaftsverbände in ganz Österreich zwei Lager gebildet. Während das eine auf Papiersäcke schwört, weil diese rückstandslos kompostierbar seien, meint das andere wiederum, mit den kompostierbaren Kunststoffsäcken die ideale Lösung für die häusliche Sammelaufgabe gefunden zu haben.

Die Arbeit soll Antwort geben, welche Vorsammelhilfe sich für die Sammlung biogener Abfälle in Privathaushalten besser eignet.

Bachelorarbeit Paul Peter Josef Demschar – Papier oder Bioplastik? Gegenüberstellung zweier Vorsammelhilfen für biogene Abfälle

Richtige Entsorgung von Batterien

Leere Batterien und alte Akkus langweilen sich bei dir daheim in Schubladen! Hol‘ sie da raus und entsorge sie richtig!

Wo? In einer Her-mit-Leer Sammelbox!

Jetzt richtig entsorgen, überall wo du Batterien kaufen kannst und bei den Sammelstellen deiner Gemeinde.

#hermitleer
#fürunsereenkelkinder
#rausausderschublade

Projekt „DeSort“

Automatische Erkennung und sensorgestützte Sortierung von Kunststoffen in biogenen Materialien und Maßnahmen zur Reduzierung von Fehlwürfen

Kompost aus biogenen Abfällen ist ein wichtiger Nährstofflieferant für Böden in Österreich und Europa. Aufgrund von Fehlwürfen in Bioabfall ist jedoch das Ausgangsmaterial für qualitativ hochwertigen Kompost störstoffbehaftet. Vor allem Kunststoffe im Bioabfall führen zu Herausforderungen für Kompostieranlagenbetreiber, da sie trotz vorheriger Aufbereitung in das fertige Produkt Kompost gelangen. Die Untersuchungen zeigen, dass insgesamt 3,6 t Bioabfall zu 3,9 Gew. % Feuchtmasse aus Kunststofffehlwürfen besteht.

Im Projekt „DeSort“ werden Grundlagen für die automatische Erkennung (Detection) und die sensorgestützte Sortierung (Sorting) von Fremdstoffen in biogenen Materialien erforscht. Technisch wird eine Kunststoffdetektion am Sammelfahrzeug installiert und eine verbesserte Technologie zur Kompostreinigung entworfen. Organisatorisch werden entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung der Kunststofffehlwürfe mit strukturellen, materiellen, ideellen und finanziellen Anreizen kombiniert. Da die Kunststoffteile während des Aufbereitungsprozesses zu Mikroplastik verwittern, ist das Aussortieren der Kunststofffehlwürfe bei der Bioabfallsammlung Voraussetzung für einen sortenreinen Kompost.

Zum Download der Projektvorstellung klicken Sie hier.

 

Altglas richtig sammeln

Altglas ist ein wertvoller Rohstoff. Denn das gesammelte Altglas wird erneut zu 100% in der Industrie verwertet und ist somit der mengenmäßig wichtigste Rohstoff in der Herstellung neuer Glasverpackungen.

Je sauberer die Glasverpackungen sind und je besser sie in Weiß- und Buntglas getrennt sind, desto mehr Altglas kann eingesetzt werden.

Glas ist nicht gleich Glas
Verpackungsglas (Flaschen, Schraubgläser) und Nichtverpackungs-Glas (Trinkgläser, Bleikristallglas, Glaskochgeschirr, Cerankochplatten, Fensterscheiben, Spiegelglas) sind chemisch unterschiedlich zusammengesetzt bzw. haben teils auch unterschiedliche Schmelzpunkte.
Aus diesem Grund wird Verpackungsglas getrennt als Weiß- und Buntglas über die etablierten Glascontainer gesammelt.

Eine Sammlung von Flachglas, wie etwa Fensterscheiben, Drahtglas, Autoscheiben ist nur über die Altstoffsammelzentren möglich. In Österreich gibt es dazu geeignete Betriebs- und Verwertungsstrukturen.

Trinkgläser, Glühbirnen, Glaskochgeschirr, Cerankochplatten, Vasen, Spiegelglas usw. sind nicht für ein Recycling geeignet und müssen als Rest- oder Sperrmüll entsorgt werden.

Damit die Sammlung von Verpackungsglas reibungslos funktioniert, gilt es Folgendes zu beachten:

  • Ungefärbtes Verpackungsglas zum Weißglas, gefärbtes Verpackungsglas zum Buntglas. Bereits geringfügig durchfärbtes Glas zum Buntglas
  • Bitte achten Sie auf Ruhezeiten (20 bis 7 Uhr) und entsorgen Sie Ihr Altglas rücksichtsvoll und leise. Danke!
  • Schraubverschlüsse, Deckel sofern das möglich ist, bitte runter
  • Altglas nicht unnötig zerkleinern
  • Pfandflaschen immer zurück zum Handel bringen! Diese können bis zu 60-mal wiederbefüllt werden

Der Glaskreislauf ist ein unendlicher Kreislauf
Glas kann ohne Qualitätsverlust beliebig oft eingeschmolzen und neu geformt werden.
Dank Glassammlung und Glasrecycling werden Rohstoffe, Energie, Emissionen und Geld gespart. In Österreich hergestellte Glasverpackungen bestehen im Durchschnitt zu zwei Dritteln aus Altglas.
Glasflaschen und andere Verpackungen aus Glas getrennt zu entsorgen lohnt sich!

AGR – Ergebnisse der Verpackungsglassammlung aus den Haushalten im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag
AGR – Presseinformation zur Altglassammlung in der Steiermark

Weitere Informationen finden Sie unter Downloads sowie auf www.agr.at und www.glasrecycling.at.